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„Ich bete nicht, denn ich habe ein reines Herz.“

Frage:
Wie müssen wir uns gegen diejenigen verhalten, die nicht beten und als Grund nennen, dass sie ja ein reines/gutes Herz hätten.
Was können wir hier unternehmen, damit sie sich von diesem falschen Denken abwenden?

Antwort:
Ausreden, die die Menschen für ihre Fehler suchen, die sie gegen Allah begehen, können nur als Trostmittel zwischen ihnen und dem Schaytân dienen. Es steht fest, dass Allah, der Erhabene, dieser Art der Auffassung kein Ansehen schenken wird.
Egal, wen wir vor uns haben, wir ermahnen diese Person mit netten und freundlichen Worten. Dabei tragen wir die Verantwortung, der Person eine Hilfe zu bieten, um sie dabei zu untersützen den richtigen Weg zu finden. Dies tun wir nur bis zu dem Grad, an dem unser Bestreben, unsere Ermahnung bzw. Hilfe nicht zu Schlimmerem verleitet. Wenn unsere Kritik der Grund zu noch schlimmerem Übel wird, ziehen wir uns zurück.
Die Aufgabe unserer Ermahnung können wir anhand unseres Wissensstandes, unseres ’ikhlâs und unserer verständlichen Wortwahl, gemessen am Sprachverständnis des Gegenübers, abwägen.
Wenn wir bei dieser Aufgabe wirklich nur die Zufriedenheit Allahs anstreben, so werden uns die Engel Beistand leisten und wir hoffen, dass unsere Worte einen positiven Einfluss hinterlassen, biidhnillâh.
Hierbei ist es unvermeidlich, Geduld zu zeigen und den Veränderungsprozessen eine gewisse Zeit zu geben, damit am Ende auf ein gutes Ergebnis gehofft werden kann. Wir können sagen, dass es nicht in unserer Möglichkeit liegt Worte und Ratschläge zu sprechen, die wie ein Schmerzmittel eine sofortige Wirkung zeigen sollen.