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finanzielle Unterstützung im Islam

Mein Ehemann möchte nicht, dass ich meine Mutter finanziell unterstütze

Frage:
Ich bin seit 10 Monaten verheiratet, und mit meinem Ehemann haben wir keinerlei Probleme, alhamdulillah. Nur bei einem Thema sind wir uns uneinig. Mein Ehemann möchte nicht, dass ich meine Mutter finanziell unterstütze. Meine Mutter wurde mit 30 Jahren Witwe und hat drei Kinder alleine großgezogen. Ich habe zwar noch zwei ältere Brüder, möchte meine Mutter aber trotzdem moralisch als auch finanziell unterstützen. Um ehrlich zu sein, erwartet meine Mutter dies auch von mir. Sie möchte, dass ich weiß, wie sehr ich in der Schuld meiner Brüder liege, weil sie sich um meine Schullaufbahn kümmerten und mich bis zu diesem Alter unterstützten. Mein Ehemann aber sagt, dass wir aus islamischer Sicht nicht verpflichtet sind, sie finanziell zu unterstützen. Ständig habe ich ein schlechtes Gewissen. Es frisst mich innerlich auf. Weder meiner Mutter noch meinem Ehemann kann ich widersprechen. Ich versuche von meinem eigenem Ersparten, heimlich etwas abzugeben. Was empfehlen Sie mir?

Antwort:
Um von dem Vermögen Ihres Ehemannes etwas zu nehmen und Ihrer Mutter zu geben, müssen Sie seine Erlaubnis haben. Wenn Sie von Ihren eigenen privaten Ersparnissen Ihrer Mutter etwas abgeben, müssen Sie in keiner Weise Ihren Ehemann miteinbeziehen. Es ist Ihre freie Entscheidung, ob Sie ihr etwas geben oder nicht. Sie müssen allerdings auch wissen, wie Sie verhindern können, dass der Schaytân durch diese Situation fitna zwischen ihnen beiden stiftet.

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