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Konvertierung im Krankenhaus

Meine Vater hat im Krankenhaus den Islam angenommen und kann es nicht verkünden

Frage:
Mein Vater wurde vor ein paar Jahren pflegebedürftig. Im Krankenhaus nahm er bei mir, und nur bei mir, den Islam an. Er hat jedoch bis heute nicht praktiziert, außer dass er kein Schweinefleisch gegessen und kein Alkohol getrunken hat.
Meine Mutter ist katholisch. Mein Vater trat aus der Kirche schon viele Jahre vor seiner Konvertierung aus.
Meine Mutter gibt in den Krankenhäusern immer an, dass er katholisch sei.
Wenn er verstirbt, habe ich die Sorge, dass meine Mutter kein islamisches Begräbnis akzeptieren wird. Sie ist schwer herzkrank und ich fürchte, dass es zu einer Auseinandersetzung kommen könnte.
Wie sollte ich mich dann verhalten?
Mein Vater bezieht keine Stellung, weil er denkt es könnte meine Mutter aufregen.
Soll ich mich dem Willen meiner Mutter beugen? Ich bin Muslima und meine Kinder auch.

Antwort:
Möge Allah Ihnen Ihr Dasein als Muslim segnen, Ihre Hände und Ihre Zunge vor Schlechtem bewahren und Ihren Füßen Standhaftigkeit verleihen.
Aus der Situation Ihres Vaters wird verständlich, dass er gläubig bzw. ein Muslim ist. Versuchen Sie zu aller erst, dass Ihr Vater sich zu seinem islamischen Glauben offen bekennt.
Versuchen Sie, solange er am Leben ist, dass dritte Personen ebenfalls Zeugnis über seine Glaubensbezeugung ablegen. Wenn Ihr Vater eines Tages verstirbt, müssen
Sie verbreiten, dass er ein Muslim war. Wenn Sie es schaffen, bestatten Sie ihn auf islamische Weise. Wenn Sie dazu nicht imstande sind, ist es nun mal so und Sie können womöglich
nichts daran ändern. Tritt dieser Fall ein, können Sie zusammen mit Ihren muslimischen Freunden sein Dschanazâ-Gebet verrichten. Möge Allah, der Erhabene,  Ihrer Mutter ebenfalls
den (islamischen) Glauben (îmân) schenken.

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