itikaf im Ramadan

Was ist ein I’tikâf und wie sollte er durchgeführt werden?

Frage:
Was ist ein I’tikâf und wie sollte er durchgeführt werden?

Antwort:
Der I’tikâf ermöglicht die tiefere Wahrnehmung des Gottesdienstes (‘Ibâdah) und der Dienerschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Nacht der Bestimmung (Laylat Al-Qadr) wahrgenommen wird, ist dadurch höher. Das „Warten“ in der Gebetsstätte (Masdschid) ist ein prophetischer Brauch (Sunnah) für sich und es kann sich damit angefreundet werden. Es besteht die Möglichkeit, zehn Tage zu erleben, frei von alltäglichen unnützen Angewohnheiten und schlechtem Umfeld. Es besteht die Möglichkeit, den Qur’ân zu rezitieren oder sogar durchzulesen, ohne äußerliche Einflüsse. Es ist eine geeignetere Atmosphäre, für den nächtlichen Gottesdienst (‘Ibâdah) und einer aufrichtigen Reue (Tawbatan nasûhâ). Es ist eine Zeit, in der das Herz geläutert und gereinigt werden kann. Der I’tikâf kann in einer Gebetsstätte, in der die fünf täglichen Gebete (Salâh) stattfinden, an jedem Tag des Jahres durchgeführt werden. Der I’tikâf kann eine Stunde oder auch einen ganzen Tag andauern. Im Monat Ramadan jedoch, ist die Rede von einem zehn-tägigen I’tikâf, in der man sich vom Zeitpunkt eines Fastenbrechens (Iftâr) bis zum nächsten Fastenbrechen in der Gebetsstätte aufhält. Der I’tikâf kann auch als ein „warten“ in der Gebetsstätte bezeichnet werden. Dieses „warten“ muss jedoch mehr beinhalten. Fernab von alltäglichen Beschäftigungen ist es eine Möglichkeit, in der über den Tod und das Jenseits tiefgründig nachgedacht und für die Zukunft Bilanz gezogen wird. Wenn ein I’tikâf mit mehreren Menschen zusammen diesen Genuss nicht ermöglicht, ist es vorzüglicher, sich auch von dieser Menge zurückzuziehen.