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muslimische Regeln im Haushalt, Familie im Islam

Welche Regeln sollte es in einem muslimischen Haushalt geben?

Frage:
Kann man sagen, dass bestimmte Regeln garantiert in einem muslimischen Haushalt vorkommen sollten?

Antwort:
Natürlich kann man dies sagen. Wo immer sich ein Muslim befinden mag, nimmt er seine Glaubenslehre (Aqîdah) mit. So wie wir die Vorgaben der Glaubenslehre in der Moschee wahren, tun wir dies auch in unseren Häusern und Arbeitsplätzen. Gewiss spiegelt unser Zuhause unsere Glaubenslehre wieder. Unsere Wände, Badezimmer und Sofas, in allem wird unsere Besonderheit deutlich. Falls wir doch in einigen Bereichen Gemeinsamkeiten mit anderen haben, ist dies so, da es hier keinen Grund gibt, unterschiedlich zu sein. Zwar ist es möglich, dass das Haus nicht unser Eigentum ist oder wir unter Miete wohnen, so sind wir aber letztendlich die Hüter unseres Heimes und der Mitbewohner. Über die materielle Beschaffenheit unserer Häuser/Wohnungen hinaus, existiert in unseren Wohnstätten eine gewisse Kultur. Auf Bereiche, die heutzutage diese Kultur beeinträchtigen, können wir folgendermaßen hinweisen:

– Der Hausbesuch und das Beisammensitzen müssen auf Basis der Mahramregelungen1 stattfinden. Wenn der Mann nicht im Haus ist, sollte einer Person, mit der theoretisch eine Ehe möglich wäre (Nichtmahram1), unter keinerlei Umständen Einlass gewährt werden. Bei Familiensitzungen oder anderen Treffen sollten die Frauen unter sich, in einem anderen Bereich als die Männer, die Runde veranstalten. Das Fundament unserer Häuser sollte die Beachtung dieses Punktes sein. Es gilt zu beachten, dass aufgrund gemischter Treffen, vor allem in Bezug auf die Frauen, nachteilige Auswirkungen entstehen können. Dass sich Leute hinter dem „Vorhang“ der guten Absicht und des Vertrauens verstecken, ist falsch.

– Der Fernseher und Computer sind starke Vermittler der Zwietracht (Fitna). Diese Angelegenheit sollte daher gut durchdacht werden. Das grundlegende Verbieten dieser beiden Geräte kann oft nicht die Lösung sein. Durch eine Festlegung und Übereinstimmung der Familienälteren müssen im Umgang mit diesen Geräten Maßnahmen und Verhaltensweisen zur Geltung gebracht werden. Als Vermittler der Zwietracht (Fitna) kann das Mobil-/Telefon miteinbeschlossen werden.

– Gegen jegliche Ursachen, welche zur Unpünktlichkeit, bzw. zum Aufschieben der Gebete (As-Salâh) führen, sollten Maßnahmen ergriffen werden.

– Dinge, welche die Glaubenslehre (Aqîdah) der Nichtmuslime (Kuffâr), sowie deren Kultur repräsentieren, sollte keinen Platz in unseren Wohnstätten haben.

– An unseren Wänden sollten keine Abbildungen von Lebewesen aufgehängt werden.

– Der Satan (Schaytân) hat unter uns fremde Konsumgüter wie, z.B. Zigaretten und Cola verbreitet, mit der er uns zu schwächen und zu brechen versucht. Diese sollten auf unserer „schwarzen Liste“ stehen. Diese Liste müssen wir vor uns haben und sie aktuell halten.

– Hunde sollten nur in notwendigen Fällen gehalten werden.

– Die Verwandlung unserer Häuser in „Museen“ stellt ein anderes Problem dar. Übertriebene Dekoration, unnötige Möbel, Luxusartikel sind unvorteilhaft, da sie nahezu der Inbegriff des Weltlichen sind. Die Repräsentierung der Neigung zum Weltlichen von einer Hauswand bis zur nächsten, infiltriert ein Befinden, welches hinderlich für die Verrichtung wichtiger Taten, wie des Morgengebetes (Salat As-Subh) ist. Vorsichtig zu sein, ist hier Pflicht!

1[Ein Mahram (für eine Frau) ist derjenige, zwischen dem und ihr eine Ehe dauerhaft rechtswidrig ist. Als Mahram gelten z.B.: Ehemann, Vater, Bruder, Onkel, Opa, Schwiegervater, Milchgeschwister. Andere wie, z.B. Cousins, angeheiratete Onkel und fremde Männer gelten nicht als Mahram.]
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