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westliche Kultur Islam

Wie können wir uns vor dem Einfluss der westlichen Kultur schützen?

Frage:
Bekanntlich werden unsere Jugendlichen einem erheblichen kulturellen Gesellschaftseinfluss ausgesetzt. Sowohl das Internet als auch die Massenmedien drängen uns die Sitten und Bräuche, die Rituale und die Lebensweise des Westens auf, wodurch muslimische Jugendliche in ein Gefühl der Minderwertigkeit geraten. Sie wollen den Westen nachahmen, indem sie essen was sie essen, sich kleiden wie sie es tun und ihr Leben wie ihres gestalten. Durch Muslime, die das Gebet (As-Salâh) nicht verrichten und nicht fasten, wodurch sie sich von den Nichtmuslimen (Kuffâr) hinsichtlich der Lebensführung nicht unterscheiden, verstärkt dies den Eindruck, wir seien den Nichtmuslimen unterlegen, obwohl wir doch bezüglich unseres Glaubens (Imân) ihnen überlegen sind. Dasselbe gilt auch für mich. Möge Allah uns vergeben. Wie können wir uns davon befreien?

Antwort:
Der Glaube (Imân) ist der Ursprung aller Dinge, auch des diesseitigen Lebens. Unsere Identität, unsere Taten, unser Charakter und unsere Geduld, all das hängt von der Stärke unseres Glaubens (Imân) ab. Auch die Unterschiede zwischen uns und den Gefährten des Propheten (Sahâba) beruhen auf der unterschiedlichen Qualität der Glaubensstärke. Wenn wir unseren Glauben (Imân) stark halten, können wir die Fähigkeit besitzen, die gesamte Welt herauszufordern. Wenn aber der Glaube (Imân) geschwächt ist, so wird unsere Identität nicht einmal dem leichtesten Windstoß standhalten können. Daher müssen wir als Gläubige (Mu’minûn), die gesamte Kraft in erster Linie in die Stärkung unseres Glauben (Imân) investieren. Wir müssen uns um den „Inhalt“ kümmern, anstatt um die „Verpackung“.

Zur Stärkung unseres Glauben (Imân) kann auf folgendes geachtet werden:

1- Der Qur´ân und der prophetische Brauch (Sunnah) müssen den Kern des Glauben (Imân) bilden. Ein Glaube (Imân), der sich mit Philosophien und sonstigen Ideologien vermischt, ist zum Scheitern verurteilt.

2- Die Gefährten des Propheten (Sahâba) sind unsere einzigen Vorbilder, wenn es um den Glauben (Imân) geht. Jegliche Gruppen und einzelne Mitglieder der darauffolgenden Generationen können in Bezug zum Glauben (Imân) kein besseres Vorbild für uns sein.

3- Der Glaube (Imân) spiegelt sich am Menschen wieder. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle, wessen Spur wir folgen. Unser Freundeskreis, unsere Kollegen bei der Arbeit und alle Menschen, mit denen wir uns ständig treffen, haben einen gewissen Einfluss auf unseren Glauben (Imân). Wir müssen dafür sorgen, dass sich nur aufrichtige Freunde in unserem Umkreis aufhalten.

4 – Unsere täglichen Gottesdienste (‘Ibâdât) stärken stetig unseren Glauben (Imân) und halten diesen aufrecht. Demnach müssen wir entsprechende Maßnahmen treffen, denn wir wissen, dass sich die Vernachlässigung der Gottesdienste (‘Ibâdât) auf den Glauben (Imân) auswirken kann. Insofern sehen wir unsere Gottesdienste (‘Ibâdât), insbesondere das Gebet (As-Salâh), als den „Hüter“ des Glauben (Imân) an.

5- Der Glaube (Imân) setzt Wissen voraus. An erster Stelle kommen die Kenntnisse über den Qur’ân und das Werk des Propheten (Sunnah). Diese an erster Stelle und darauffolgende andere Kenntnisse, sehen wir bis zum Tod als ein Bedürfnis an.

6 – Niemand hat irgendeine Garantie, es sei denn, er steht unter dem Schutze Allahs. Unsere Zunge muss ständig Bittgebete (Du’â) sprechen, damit wir unter der Obhut Allahs bleiben.

 

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