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Blicke im Islam

Wie können wir unsere Blicke besser senken?

Frage:

Welche Auswirkungen können verbotene Blicke haben und wie kann man sich davor schützen. Welche Ratschläge können Sie den Jugendlichen erteilen?

Antwort:
Die Bewahrung der Hände, Ohren, Augen, Geschlechtsteile und Taschen vor Sünden (harâm), stellt eine Prüfung dar und ist verbunden mit einer großen gottesdienstlichen Anstrengung (dschihâd). Der eigentliche dschihâd ist für uns gleichbedeutend mit der Bewahrung der Blicke vor Sündhaftem (harâm). Dies sollten wir verstanden haben. Es geht um Folgendes: Wenn wir das Senken der Blicke als einen dschihâd ansehen, werden wir dementsprechend Vorkehrungen treffen. Nehmen wir es jedoch auf die leichte Schulter, wird der Schaytân ein leichteres Spiel mit uns haben.

Für uns ist der Schutz vor harâm das Wichtigste, also von Ursachen fernzubleiben, die den Weg zum harâm ebnen und dazu verleiten können. Die Kommunikation und das Großstadtleben vereinfachen es, dass die Augen bzw. Blicke zu Sündhaftem verleiten. Es muss sich bemüht werden, vor den Ursachen, die dazu führen oder dies sogar unausweichlich machen, fern zu bleiben. Gewiss ist dies nicht einfach. Allah, der Erhabene, sollte uns wenigstens dabei sehen, dass wir darum bemüht sind.

Es ist unweigerlich eine große Hilfestellung, sich innerhalb einer Gemeinschaft (dschamâʿa) zu befinden, die in den Bereichen Wissen (ʿilm) und Wohltat (khayr) aktiv ist. Wir können uns nicht vor dem harâm schützen, indem wir in die Berge fliehen. Wir müssen als Sieger hervorgehen, indem wir an Ort und Stelle Bemühung und Anstrengung zeigen. Möge Allah Sie und uns bewahren und uns allen gewähren, auf sicheren Wegen zu schreiten.