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Brief an eine Frau, die durch das Rauchen ihres Mannes bedrückt ist

Frage:
Mein Mann raucht sehr viel. Als Frau kann ich seine Raucherei nicht mehr ertragen. Je mehr ich ihn darum bitte aufzuhören, desto stärker raucht er. Ich verabscheue es, mit ihm in einem Bett zu schlafen. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, ihm eine Lektion zu erteilen und habe die Betten getrennt. Wir schlafen jetzt getrennt voneinander. Es hat aber dennoch nichts gebracht. Was kann ich noch tun?

Antwort:
Rauchen ist nicht erlaubt. Auch wenn es bezüglich dem Verbot (Harâm) keine Übereinstimmung, wie beim Alkohol gibt, ist es keine Sache, die neutral (mubah) ist. Sie sind im Recht, weil sich Ihr Einwand gegen etwas unerlaubtes richtet.

Genau so wie Ihr Mann das Recht hat, sich über Ihren Mundgeruch oder dem Geruch Ihrer Kleidung zu beschweren, so haben auch Sie das Recht, sich über seine unangenehmen Gerüche zu beschweren. Wenn er an Ihnen etwas nicht gerne sieht, so haben Sie ebenfalls das Recht, etwas an Ihm nicht gerne zu sehen. Dennoch ist die Art und Weise, mit der Sie versuchen Ihren Mann zu erziehen und ihn zu bestrafen, nicht islamisch.

Eine Frau kann ihre Rechte einfordern, aber nicht bestrafen. Sie können von Ihrem Ehemann, der das Rauchen nicht aufgeben möchte und Sie sich dadurch sehr gestört fühlen, die Scheidung anfordern. Dies ist weder eine Sünde noch etwas unmoralisches. Sie sollten aber Dinge unterlassen, die ihn in die Arme des Satans (Schaytân) treiben. Es ist zum Vorteil des Satan, wenn der Ehemann als Strafe im Ehebett gemieden wird. Es kann dazu führen, dass Sie sich eines Tages sogar nach den Problemen mit den Zigaretten sehnen werden. Seien Sie vorsichtig. Wenn Sie mit einer Scheidung einverstanden sind, so tun Sie was nötig ist.

Nureddin YILDIZ

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